Leben und leben lassen




Wer seine Alkoholfahne an die frische Luft tragen möchte und turtelnde Pärchen dabei erschrecken, sollte im Park spazieren gehen.

Leben und leben lassen

Ungelesener Beitragvon Frau Heißwachs » 12.01.2012, 16:51

Frau Heißwachs flucht leise. Warum ist sie heute nur so unkonzentriert. Irgendetwas scheint in der Luft zu liegen. Darum hat sie den Dieb hinter dem nächsten Baum auch zu spät entdeckt. Resegniert läßt sie sich ihre Börse abnehmen und wünscht den Herrn noch einen schönen Abend. Dieser ist allerdings ziemlich ruppig und murmmelt etwas das nach "dämliche alte Schachtel" klingt.
Das geht ihr erheblich zu weit. Sie denkt an das kühle Bier, welches sie sich in der Trommel kaufen wollte.....tja , wenn daß so ist.
Sie flüstert Lieschen etwas zu. Diese macht sich auf den Weg und wird schnell fündig.
Die beiden stehen vor einen noch dampfenden Hundehaufen von einer nicht unerheblichen Menge.
Frau Heißwachs murmelt leise vor sich hin und mit einem Plopp verschwindet der Haufen und ihre Börse liegt auf den Fleckchen Erde.
So ein Ort zu Ort Tausch ist schon praktisch.... ob der Dieb dies wohl auch denkt wenn er das nächste mal in seine Tasche greift? :ausheck
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Frau Heißwachs
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von Anzeige » 12.01.2012, 16:51



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Re: Leben und leben lassen

Ungelesener Beitragvon Frau Heißwachs » 13.01.2012, 16:34

Jetzt aber endlich nach Hause. Leise und setzen die Beiden ihren Weg fort. Immer tiefer und tiefer gehen sie in den ältesten Teil des Hide Park. Dort ist es relativ ruhig und abgelegen. Früher einmal war auch dort ein bewohnter Stadtteil von Ankh-Morpork. Doch durch eine Seuche wurde dieser gemieden und schließlich unbewohnbar. Im laufe der Jahrzehnte bildete sich ein natürliches Biotop und mitlerweile wissen nur noch wenige Personen etwas von dem ehemaligen Gebäuden.
Frau Heißwachs und ihr Frühstück steuern auf eine hole, knorrige Esche zu und verschwinden flugs in den schmalen Spalt im Stamm. Im inneren malt die Hexe mittels Spucke und Finger ein Zeichen auf das trockene Holz und geht dann durch eine Tür die scheinbar schon immer dort war. Drinnen ist es mollig warm. Jetzt geht es erstmal eine Wendeltreppe nach Unten bis zu einen großen Raum.
Sie hängt ihren Hut an die Gadarobe und legt zirka drei Schichten Klamotten ab. Der schwarze Mantel scheint einiges an Gewicht zu haben. Sie gehen durch die Eingangshalle, biegen rechts ab und erreichen einen langen Gang mit vielen Türen. Offensichtlich diente das Gebäude früher mal als Pension oder Hotel.
Nach ein paar Türen und zwei Treppen erreichen sie eine gemütliche Küche. Lieschen macht es sich vor der Herdstelle auf einer weichen Decke bequem und genießt die Wärme welche von einen kleinen Feuerchen verbreitet wird. Die Hexe setzt sich in einen abgewetzten Lehnsessel und nimmt sich von den noch warmen Tee auf den zerfurchten Küchentisch. Beide schnaufen erst mal durch. In dieser Stadt benötigt man einen Rückzugsort sonst wird man auf Dauer völlig Gaga.
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